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Portrait of Quantz (ca. 1735) by Johann Friedrich Gerhard, Bayreuth, Eremitage, Altes Schloß (76KB) Verein

¯Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft ¯
Scheden e.V.

Vereinsrundbrief Ausgabe 4 – August 2007

Vitrine mit Nachbau einer Traversflöte nach dem Entwurf von J. J. Quantz  sowie moderner Querflöte zum Vergleich (Foto: Daniel Stichtenoth)Ein klangvolles Jahr:
Aktivitäten der Quantz-Gesellschaft im zurückliegenden Berichtszeitraum
Fristgerecht zur Mitgliederversammlung 2007, die allerdings aus vereinsinternen Gründen vom geplanten Frühjahrstermin in den Spätsommer verschoben werden musste, erscheint nun die 4. Ausgabe des Vereinsrundbriefes mit Nachrichten über die Tätigkeiten und die Entwicklung der Quantz-Gesellschaft.
Seit der letzten Mitgliederversammlung im Februar 2006 haben neben dem regulären Betrieb der Ausstellung, die in der Saison 2006 von insgesamt 305 Besuchern besichtigt wurde (eine Steigerung um rund 20 % gegenüber 2005), drei Konzerte stattgefunden. Dabei handelte es sich um das Konzert mit dem Göttinger Symphonie Orchester (GSO) am 23. April 2006 (erstmalig unter Leitung des neuen Chefdirigenten Christoph Mueller), das Kammerkonzert mit dem Aachener Ensemble „Musica Solare“ am 29. September 2006 (im Rahmen des erstmals vom Landkreis Göttingen veranstalteten Kulturfestes „Kultur im Kreis“) sowie das Konzert mit dem GSO am 15. April 2007.
Alle drei Konzerte machten – allein schon durch den erfreulichen Zuspruch seitens des Publikums – deutlich, wie sehr die Aufführung Quantz’scher Musik in Scheden sich mittlerweile etabliert hat und auch überregionales Echo findet. Insbesondere Christoph Mueller zeigte sich nach seinem Debüt in Scheden von der angenehmen Atmosphäre wie auch der hervorragenden Akustik des Kirchenraums beeindruckt und versprach denn auch gleich, die von seinem Vorgänger begonnene Tradition der jährlichen GSO-Sonderkonzerte in Scheden fortsetzen zu wollen. In diesem Jahr hat er diese Zusage bereits eingelöst, und auch für die nächsten zwei Jahre sind die Quantz-Konzerte mit dem GSO bereits terminiert (24. Februar 2008 und 19. April 2009).
Begeistert haben bei den letzten beiden GSO-Konzerten freilich nicht nur das temperamentvolle Engagement des Dirigenten, sondern auch die künstlerischen Leistungen der Solisten (2006 Bettina Bormuth, 2007 Birte Simon als Flötistinnen, 2006 Ömür Kazil als Fagottist) wie des gesamten Orchesters. Und mehr als freundliche Anerkennung fanden auch die Beiträge der beteiligten Chöre, die das Programm auf ihre Weise abrundeten (2006 Kirchenchor Scheden und MGV v. 1879 Oberscheden unter Leitung von Harry Kühne, 2007 Gem. Chor Scheden unter Leitung von Antje Windel).
In ganz anderer Klangfarbe waren Kompositionen von Quantz und seinen Zeitgenossen beim Kammermusikabend mit „Musica Solare“ zu hören. Das Quartett (Darja Großheide, Traversflöte; Gabriele Nußberger, Barockvioline; Sofia Diniz, Viola da gambe; Willi Kronenberg, Cembalo) spielte auf historischen Instrumenten bzw. entsprechenden Nachbauten und ließ Musik erleben wie am Hofe Friedrichs II. Zuweilen glaubte man, das bekannte Bild „Flötenkonzert in Sanssouci“ von Adolph v. Menzel lebendig vor sich zu haben. Unterhaltsam und informativ war der einführende, mit Musikbeispielen unterlegte Vortrag der Quantz-Spezialistin Dr. Meike ten Brink, die für alle Konzerte bislang immer sehr fachkundig und lesenswert die erläuternden Texte zum Programm verfasst hat.

Konzertplanung 2007/2008
Auch in diesem Jahr wird es wieder ein zweites Quantz-Konzert in Form eines Kammermusikabends am 28. Oktober um 17.00 Uhr in der Schedener St.-Markuskirche geben. Auf dem Programm stehen Sonaten von Johann Joachim Quantz, Franz Benda und Carl Philipp Emanuel Bach, die von Verena Fischer (Traversflöte) und Leon Berben (Cembalo) zu Gehör gebracht werden. Beide Künstler waren Mitglieder des weithin bekannten, im November 2006 aufgelösten Ensembles „Musica Antiqua Köln“ (R. Goebel) und spielen auf historischen Instrumenten bzw. Nachbauten, was die Sache natürlich wieder besonders reizvoll macht.
Das Göttinger Symphonie Orchester gastiert in Scheden wieder am 24. Februar 2008 um 17.00 Uhr mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Christian Bach, Johann Joachim Quantz und Carl Friedrich Abel.
Eintrittskarten zu beiden Konzerten sind zu gegebener Zeit über die üblichen Vorverkaufsstellen zu erhalten.

Aus der Arbeit des Vorstands
Seit der letzten Mitgliederversammlung am 20. Februar 2006 hat sich der Vorstand der Quantz-Gesellschaft zu vier Sitzungen getroffen (am 15. März und 20. November 2006 sowie 2. April und 9. Mai 2007). Themen bei diesen Treffen waren neben organisatorischen Fragen (Durchführung der Konzertveranstaltungen einschließlich des Rahmenprogramms, Regelung der Aufsicht in der Ausstellung) und der Öffentlichkeitsarbeit für Konzerte und Ausstellung insbesondere die Fortführung der Vorstandsarbeit, nachdem 2006 eine Neuwahl des Vorstands nicht zustande gekommen ist (der bisherige Vorstand ist seitdem kommissarisch im Amt). Mit verschiedenen Persönlichkeiten wurden Gespräche geführt mit dem Ziel, sie für die Übernahme eines Vorstandspostens zu gewinnen. Herausgestellt hat sich dabei, dass eine Neuverteilung der Aufgaben dringend erforderlich ist und im Grunde die Tätigkeit eines ehren- oder nebenamtlichen Geschäftsführers zu besetzen wäre. Ob hierfür eine bereitwillige Person gefunden werden kann, soll bis zur Mitgliederversammlung 2007 geklärt werden.

Gedenktafel am Ort des Geburtshauses von Quantz neu montiert
Die im Zusammenhang mit der Eröffnung der Quantz-Ausstellung am 5. Juni 2004 eingeweihte Gedenktafel an der Stätte des leider nicht mehr existenten Geburtshauses von Johann Joachim Quantz wurde in diesem Sommer neu montiert. Um die Edelstahltafel optisch deutlicher hervorzuheben und ihr einen repräsentativeren Ausdruck zu verleihen, wurde sie auf eine Sandsteinplatte gesetzt, die an der Begrenzungsmauer des Grundstückes Kirchstr. 2 (Kreuzung Kirchstraße/Quantzstraße) angebracht wurde. Der Vorstand erhofft sich so eine erhöhte Aufmerksamkeit für die erinnerungsträchtige Stätte und größeres Interesse für den wohl berühmtesten Sohn Schedens.

Zur Mitgliederentwicklung
Seit Oktober 2006 gehören der Quantz-Gesellschaft 39 Mitglieder an. Außer den sieben Gründungsmitgliedern sind dies 30 weitere Personen und zwei Firmen. Anlässe für den Mitgliederzuwachs gaben besonders die beiden Quantz-Konzerte 2006.

Abschied von Walter Apel
Am 17. Dezember 2006 verstarb unser Mitglied Walter Apel. Walter Apel war der Quantz-Gesellschaft noch im Gründungsjahr, am 1. September 2003, beigetreten. Als ehemaliger Stellmachermeister brachte er sich mit seiner handwerklichen Begabung bei der Ausstattung der Ausstellung mit ein und fertigte die schöne Spendenbox an. Die Umsetzung eines weiteren Vorhabens (Montage einer Pforte zur Sicherung des Eingangs der Ausstellung) ließ die Verschlechterung seines Gesundheitszustandes leider nicht mehr zu. Die Quantz-Gesellschaft wird Walter Apel in dankbarer Erinnerung behalten.

Quantz-Broschüren und CDs weiterhin erhältlich
Über den 1. Vorsitzenden der Quantz-Gesellschaft (s. o.) oder
die Schatzmeisterin (Heidrun Stichtenoth, Quantzstr. 66, 37127 Scheden, Tel. 05546/552) sind folgende Artikel weiterhin käuflich erhältlich (Preise zzgl. Versandkosten):

Meike ten Brink: Johann Joachim Quantz
Broschüre, 72 Seiten, viele, teils mehrfarbige Abbildungen

 â‚¬ 4,00

Johann-Joachim-Quantz-Konzert Scheden 2003
CD, Live-Mitschnitt vom 16.03.2003
Flötenkonzerte von Quantz, Symphonie Nr. 53 von J. Haydn

 â‚¬ 10,00

Johann-Joachim-Quantz-Konzert Scheden 2004 - Kammermusik
CD, Live-Mitschnitte vom 11.03.2002 und 01.03.2004
Kammermusik und Lieder von Quantz, Buffardin und Friedrich dem Großen, Texte von Quantz

€ 10,00

Johann-Joachim-Quantz-Konzert Scheden 2005
CD, Live-Mitschnitt vom 27.02.2005
Symphonie Nr. 4 A-Dur von Friedrich d. Gr., Flötenkonzerte von Quantz,
Drei Madrigale von J. Jeep, Symphonie Nr. 28 C-Dur von Mozart

€ 10,00

alle 3 CDs + Broschüre zum Sonderpreis von

€ 30,00

Johann Joachim Quantz – Ölgemälde von Friedrich Gerhard, 1735
Das Flötenkonzert in Sanssouci –
Ölgemälde von Adolph von Menzel, 1850/52 Postkarten  je

€ 1,00

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