Impressum 

Suchmaschine

zurück
zurück
Portrait of Quantz (ca. 1735) by Johann Friedrich Gerhard, Bayreuth, Eremitage, Altes Schloß (76KB) Presse

Erschienen im Göttinger Tageblatt vom 29.03.2010

Saisonbeginn in St.-Markus-Kirche

Musik auf Quantzflöte im Quantz-Museum

Die Quantz-Ausstellung in der St.-Markus-Kirche in Scheden
ist ab Ostersonntag, 4. April, wieder geöffnet.

Bis Ende Oktober ist das kleine Museum an jedem Sonntag von 15 bis 17 Uhr zu besichtigen. Höhepunkte der diesjährigen Ausstellungssaison werden ein Konzert mit dem Ensemble „musica solare“ am 9. Mai sowie ein Nachmittag mit von Stefanie Foth auf der Quantz-Flöte gespielter Musik und von Horst Metje vorgetragenen Texten von und über Quantz am 4. Juli sein.

Die Dauerausstellung wurde 2004 am Geburtsort von Johann Joachim Quantz eingerichtet und gibt einen Einblick in Leben und Werk dieser Musikerpersönlichkeit, die ab 1741 am Hof Friedrichs des Großen als dessen Flötenlehrer und Hofkomponist Karriere machte. Bilder, Karten, Dokumente, Musikbeispiele, Noten, Bücher sowie die dem Quantz’schen Original nachgebaute Flöte lassen den Weg vom Sohn eines Hufschmieds bis zum einflussreichen Künstler anschaulich nachvollziehen.

In der Ausstellung sind auch die von Dr. Meike ten Brink verfasste Broschüre, Postkarten mit dem Porträt von Quantz und dem bekannten Gemälde „Flötenkonzert in Sanssouci“ von Adolph von Menzel sowie mehrere CDs mit Aufzeichnungen der in Scheden vom Göttinger Symphonie Orchester 2002 bis 2005 aufgeführten Quantz-Konzerte beziehungsweise von Kammermusik-Ensembles, die in Scheden gastiert haben, zu erwerben.

Kinder bis 14 Jahre in Begleitung von Erwachsenen haben freien Eintritt, ebenso Kindergartengruppen und Schulklassen. Sonderöffnungszeiten gibt es für Gruppen ab zehn Personen auf Anfrage unter der Telefonnummer 0 55 46/6 88 oder 2 83.

Von Gerald Kräft

Erschienen in der HNA vom 28.02.2010

Profimusiker und Hobbysänger musizierten gemeinsam beim Quantzkonzert

Zum zehnten Mal Genuss

Scheden. Auch Johann Joachim Quantz, einer der bedeutendsten Komponisten, der aus dem Göttinger Raum stammt, hat einmal als Laie angefangen. So hieß es am Sonntag beim Konzert der Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft in der Schedener St. Markuskirche.

HNA-2010.03.01 MGV-Scheden

Sonor und sangesfreudig: Der MGV Oberscheden beim Quantz-Konzert.
Fotos: Ruscher

Dargeboten wurde das 1754 von dem gebürtigen Oberschedener komponierte Flötenkonzert Nr. 182 in D-Dur, welches die Solistin Birte Simon mit dem Göttinger Symphonie Orchester einfühlsam interpretierte.
In den Konzertabend brachten sich auch die örtlichen Chöre ein: Der Schedener Kirchenchor Scheden unter der Leitung von Martin Engelke und der MGV von 1879 Oberscheden unter der Leitung von Harry Kühne sangen – teils allein, teils in großer Gruppe – Mozarts „Verklungen ist des Tages Treiben“ und „Brüder reicht die Hand zum Bunde“, außerdem „Großer Gott wir loben dich“ von Pasquale Thibaud und „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ aus Felix Mendelssohn Bartholdys Oper Elias sowie Beethovens „Heilige Nacht, o gieße du Himmelsfrieden“.

Schottischer Gastdirigent

Professionell und prachtvoll brachte das Göttinger Symphonie Orchester Joseph Haydns Symphonie Nr. 39 g-Moll „Il mare turbito“ und Mozart Symphonie Nr. 25 in g-moll zu Gehör. Als Überraschungsgast führte dabei Dirigent Gordon Bragg den Taktstock. Der 34-jährige gebürtige Schotte spielte bereits selbst als Geiger unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Sir Collin Davis oder Pierre Boulez. Nach einem Studium der Violine, des Klaviers und des Dirigats studiert er derzeit Orchesterleitung bei Johannes Schlaefli in Zürich.

Der anhaltende Applaus des Publikums bewies, dass auch im zehnten Jahr der Zusammenarbeit mit dem Göttinger Symphonie Orchester die Quantz-Konzerte geschätzt werden. Zur festlichen Atmosphäre trug auch diesmal der besondere sakrale Raum der hellen, großzügigen Kirche bei.

Von Susann Ruscher

Erschienen im GöttingerTageblatt vom 02.03.2010

Göttinger Symphonie Orchester

Genussreicher und wohltemperierter Nachmittag

                        GSO-Birte Simon, Flöte
Tief Xynthia veranlasste den einen oder anderen Konzertbesucher, diesmal zu Hause bleiben: Beim zehnten Quantz-Konzert war die Markuskirche in Scheden nicht ganz so rappelvoll wie in den vergangenen Jahren.

Doch wer dem Sturm zum Trotz gekommen war, konnte dort jetzt einen genussreichen und wohltemperierten Nachmittag mit dem Göttinger Symphonie Orchester (GSO) verbringen.

Zwei Werke des Konzerts waren bereits drei Tage vorher mit dem GSO im Deutschen Theater in Göttingen zu hören gewesen: die g-Moll-Symphonien von Haydn („Il mare turbito“) und Mozart (KV 183). Die Akustik einer Kirche ist dieser Musik aber wesentlich dienlicher als der vergleichsweise dumpfe Klang in einem Sprechtheater: Der leichte Nachklang stand den beiden Stücke gut an, verlieh dem Sound einen sanften Glanz.

Das kam auch dem Flötenkonzert D-Dur von Johann Joachim Quantz zugute, dem aus Scheden stammenden Flötenlehrer Friedrichs des Großen. Es ist schon ein besonderes Gefühl, diese Musik an Quantz’ Geburtsort zu hören, nur wenige Schritte entfernt von der väterlichen Hufschmiede, in der Quantz aufwuchs. Als junger Bursche ließ er sich bei Tanz in den umliegenden Dörfern auf der Bassgeige hören.

Den Solopart des Quantz-Konzerts spielte Birte Simon, stellvertretende Soloflötistin des GSO. Das GSO kann stolz darauf sein, zwei gleichermaßen podiumstaugliche Flötistinnen in seinen Reihen zu wissen: Rangunterschiede sind in den Schedener Konzerten, bei denen Birte Simon im Wechsel mit ihrer Kollegin Bettina Bormuth auftritt, nicht auszumachen. Sehr anmutig und mit Grazie gestaltete sie ihren Part, das Orchester unter Leitung des Gastdirigenten Gordon Bragg war ein aufmerksamer und ausdrucksstarker Begleiter.

Komplettiert wurde das Konzert durch Chormusik, vorgetragen vom Kirchenchor Scheden unter der Leitung von Martin Engelke (in dem ausschließlich Frauen singen) und dem Männergesangverein Oberscheden unter Harry Kühne. Beide Ensembles bewiesen, dass die musikalische Szene in Scheden, der der junge Quantz angehörte, auch weiterhin im Laienbereich aktiv und engagiert ist.

Von Michael Schäfer

nach oben

[www.Quantz.info] [Lebenslauf] [Ausstellung] [Verein] [Scheden] [Aktuelles] [Presse] [Archiv 2008-2009] [Archiv 2005-2007] [Archiv 2004-2005] [Musik & Bilder] [Gästebuch & Links]