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Portrait of Quantz (ca. 1735) by Johann Friedrich Gerhard, Bayreuth, Eremitage, Altes Schloß (76KB) Presse
Susanne Peuker (Theorbe) + Dorothee Kunst (Traversflöte)
14.06.2008 - J.J.Quantz-Konzert mit Ensemple Musical Delight 14.06.2008 - J.J.Quantz-Konzert mit Ensemple Musical Delight

Fotos: Marianne Beuermann, Scheden

Erschienen im GöttingerTageblatt vom 17.06.2008

Kultivierte Flötenmusik am preußischen Hofe

Quantz-Konzerte Scheden: „Musical Delight"

Von Karl Friedrich Ulrichs

Virtuoses Spiel: Flötistin Dorothee Kunst und Susanne Peuker (Theorbe).Scheden feierte am Wochenende erstmals einen Gemeindetag. Für den musikalischen Auftakt zeichnete die Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft verantwortlich, die dazu das Bremer Duo „Musical Delight", die Flötistin Dorothee Kunst und Susanne Peuker an der Theorbe, eingeladen hatte. Es präsentierte „Friedrich II. und seine Musiker": sechs Flötensoriaten vom Preußenkönig selbst und seinem in Scheden geborenen Flötenlehrer Quantz sowie Werke von Christoph  Schaffrath,  Carl Philipp Emanuel Bach und Franz Benda. Amüsante biographische Anekdoten und lehrreiche Informationen zu Traversflöte und Theorbe bereicherten das Programm. Besonders in der Quantz-Sonate B-Dur zeigte sich, dass die Flötistin ungeachtet allen virtuosen Anspruchs im Allegretto und im Vivace auf den im ersten Satz vorgeführten Wohlklang ihres Instruments bedacht war. Dessen samtener Ton konnte sich so aufs Schönste mit der Silbrigkeit der Theorbe vermählen. Galant sodann die Sonaten vom Bach-Sohn und Benda. Hier nutzten die beiden Musikerinnen etwa den Mittelsatz von Benda als Forum für überaus kultivierte, aber nicht superartifizielle  Musizierkunst. Herrlich schließlich das Rondo aus Bachs Hamburger Sonate, geistreich in Phrasierung und Dynamik dargeboten. Das Publikum in der Schedener St.-Markus-Kirche, darunter die Gäste aus der französischen Partnergemeinde Garancieres, dankte mit lang anhaltendem Applaus.

Erschienen in der HNA vom 18.06.2008

Zwischen Rohrstock und Flötentönen

Quantz-Gesellschaft Scheden lud zum Kammerkonzert in die St. Markuskirche ein

Von Ilse-Ruth Uebner

HNA-18.06.2008 Zwischen Rohrstock und Flötentönen   SCHEDEN. Mit dem Rohrstock wollte Johann Joachim Quantz seinem Schüler Friedrich II. nicht die Flötentöne beibringen. Dafür war wohl eher der königliche Vater, Wilhelm I, zuständig. Der hatte allerdings weniger musikalische, eher militärische Ausbildungspläne für seinen Sohn im Sinn. Mit solchen Anekdoten würzte Susanne Peuker vom Ensemble Musical Delight das Kammerkonzert am Samstagnachmittag in der St. Markuskirche Scheden.
   HNA
   Szene,
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Kultur
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Die Quantz-Gesellschaft hatte diesmal zwei junge Musikerinnen aus Bremen eingeladen. Auf der Traversflöte ließ Dorothee Kunst Kompositionen von Friedrich dem Großen, Christoph Schaffrath, Franz Benda, Carl Philipp Emanuel Bach und natürlich von Johann Joachim Quantz erklingen. Susanne Peuker hatte zur Begleitung die Theorbe mitgebracht. Dieses Zupfinstrument gehört zu den Basslauten oder den so genannten Erzlauten und war in der barocken höfischen Musikszene sehr beliebt.
Lebendig   und ausdrucksstark boten die beiden einen musikalischen Dialog besonderer Güte. Der Name ihres Ensembles - Musical Delight: musikalisches Vergnügen - hatte nicht zuviel versprochen. Hinzu kamen die doch eher weniger bekannten Geschichtchen über Quantz, Friedrich und die anderen Musiker seiner Zeit.
„Das Kammerkonzert ist unser Beitrag zum Gemeindefest", eröffnete Pastor Horst Metje die musikalische Veranstaltung der Quantz-Gesellschaft Scheden. Ein gelungener kultureller Höhepunkt, den die zahlreichen Gäste am Ende mit ihrem starken Applaus belohnten. Wer die musikalische Atmosphäre am Hofe Friedrichs des Großen auch noch visuell genießen wollte, nahm sich aus der Quantz-Ausstellung eine Kunstpostkarte von Adolf Menzels Schlosskonzert in Sanssouci mit nach Hause.

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