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Erschienen im GöttingerTageblatt vom 17.06.2008
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Kultivierte Flötenmusik am preußischen Hofe
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Quantz-Konzerte Scheden: „Musical Delight"
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Von Karl Friedrich Ulrichs
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Scheden feierte am Wochenende erstmals einen Gemeindetag. Für den musikalischen Auftakt zeichnete die Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft verantwortlich, die dazu das Bremer Duo „Musical Delight", die Flötistin Dorothee Kunst und Susanne Peuker an der Theorbe, eingeladen hatte. Es präsentierte „Friedrich II. und seine Musiker": sechs Flötensoriaten vom Preußenkönig selbst und seinem in Scheden geborenen Flötenlehrer Quantz sowie Werke von Christoph Schaffrath, Carl Philipp Emanuel Bach und Franz Benda. Amüsante biographische Anekdoten und lehrreiche Informationen zu Traversflöte und Theorbe bereicherten das Programm. Besonders in der Quantz-Sonate B-Dur zeigte sich, dass die Flötistin ungeachtet allen virtuosen Anspruchs im Allegretto und im Vivace auf den im ersten Satz vorgeführten Wohlklang ihres Instruments bedacht war. Dessen samtener Ton konnte sich so aufs Schönste mit der Silbrigkeit der Theorbe vermählen. Galant sodann die Sonaten vom Bach-Sohn und Benda. Hier nutzten die beiden Musikerinnen etwa den Mittelsatz von Benda als Forum für überaus kultivierte, aber nicht superartifizielle Musizierkunst. Herrlich schließlich das Rondo aus Bachs Hamburger Sonate, geistreich in Phrasierung und Dynamik dargeboten. Das Publikum in der Schedener St.-Markus-Kirche, darunter die Gäste aus der französischen Partnergemeinde Garancieres, dankte mit lang anhaltendem Applaus.
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Erschienen in der HNA vom 18.06.2008
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Zwischen Rohrstock und Flötentönen
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Quantz-Gesellschaft Scheden lud zum Kammerkonzert in die St. Markuskirche ein
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Von Ilse-Ruth Uebner
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SCHEDEN. Mit dem Rohrstock wollte Johann Joachim Quantz seinem Schüler Friedrich II. nicht die Flötentöne beibringen. Dafür war wohl eher der königliche Vater, Wilhelm I, zuständig. Der hatte allerdings weniger musikalische, eher militärische Ausbildungspläne für seinen Sohn im Sinn. Mit solchen Anekdoten würzte Susanne Peuker vom Ensemble Musical Delight das Kammerkonzert am Samstagnachmittag in der St. Markuskirche Scheden. HNA Szene, Kunst, Kultur °°°°°°°°°°°°°°°°° Die Quantz-Gesellschaft hatte diesmal zwei junge Musikerinnen aus Bremen eingeladen. Auf der Traversflöte ließ Dorothee Kunst Kompositionen von Friedrich dem Großen, Christoph Schaffrath, Franz Benda, Carl Philipp Emanuel Bach und natürlich von Johann Joachim Quantz erklingen. Susanne Peuker hatte zur Begleitung die Theorbe mitgebracht. Dieses Zupfinstrument gehört zu den Basslauten oder den so genannten Erzlauten und war in der barocken höfischen Musikszene sehr beliebt. Lebendig und ausdrucksstark boten die beiden einen musikalischen Dialog besonderer Güte. Der Name ihres Ensembles - Musical Delight: musikalisches Vergnügen - hatte nicht zuviel versprochen. Hinzu kamen die doch eher weniger bekannten Geschichtchen über Quantz, Friedrich und die anderen Musiker seiner Zeit. „Das Kammerkonzert ist unser Beitrag zum Gemeindefest", eröffnete Pastor Horst Metje die musikalische Veranstaltung der Quantz-Gesellschaft Scheden. Ein gelungener kultureller Höhepunkt, den die zahlreichen Gäste am Ende mit ihrem starken Applaus belohnten. Wer die musikalische Atmosphäre am Hofe Friedrichs des Großen auch noch visuell genießen wollte, nahm sich aus der Quantz-Ausstellung eine Kunstpostkarte von Adolf Menzels Schlosskonzert in Sanssouci mit nach Hause.
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