|
|
 |
 |
|
Erschienen in der HNA vom 23.10.2009 Klang wie zu Zeiten Quantz' Ensemble ,,capriccio köln'' spielt am Sonntag auf historischen Instrumenten
SCHEDEN. Mit einem musikalischen Leckerbissen endet die Ausstellungssaison der Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft in Scheden. Am letzten Öffnungstag des kleinen Museums vor der Winterpause findet am kommenden Sonntag, 25 Oktober, in der Schedener St.-Markuskirche ab 17 Uhr ein Kammerkonzert mit dem Ensemble ,,capriccio köln'' statt. Verena Fischer (Traversflöte). Franz Peter Fischer (Violine). Mathias Feger (Viola) und Leon Berben (Cembalo) spielen dabei drei wieder entdeckte Quartette von Johann Joachim Quantz. Darüber hinaus wird es eine Flötensonate von Quantz sowie eine Triosonate, eine Ouvertüre und ein Quartett von Georg Philipp Telemann geben. Die vier Musiker des neu gegründeten Ensembles blicken auf eine jahrelange musikalische Zusammenarbeit bei Musica Antiqua Köln bis zu deren Auflösung zurück. Mit ,,capriccio köln'' setzen die Künstler die Tradition dieses bekannten Ensembles fort, informiert die Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft in einer Pressemitteilung. „Wir erwarten einen ebenso hochwertigen Musikgenuss wie bereits vor zwei Jahren, als Verena Fischer und Leon Berben als Duo hier gastierten'', freut sich auch Schedens Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling auf das Konzert. Besonders reizvoll: Das Ensemble spielt auf historischen Instrumenten, lässt somit das Klangbild der Kompositionen des 18. Jahrhunderts viel ursprünglicher erleben. Der Eintritt zu dem Konzert beträgt 14 Euro (ermäßigt 12 Euro). Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei den Buchhandlungen Beume (Burgstraße 29), und Winnemuth (Rosenstraße 17) in Hann. Münden, sowie in der Bäckerei Dorsch (Quantzstraße 3) in Scheden und in der Schreibwarenhandlung Christian Grischke (Lange Straße 61) in Dransfeld. Telefonische Kartenvorbestellung ist möglich unter Tel.: 05546-353. (per) Anlässlich des Konzertes ist auch die Quantz-Ausstellung ab 15 Uhr kostenfrei zu besichtigen. Eine CD mit den neuesten Einspielungen von ,,capriccio köln'' ist dort zum Preis von sechs Euro erhältlich.
|
 |
|
|
|
Erschienen in der HNA vom 20.04.2009
|
|
Haydn als Höhepunkt
|
|
Werke von Quantz und Zeitgenossen fanden in der St.-Markus-Kirche großen Anklang
|
|
Von Verena Zimmermann
|
|
Scheden. Musikgenuss der besonderen Art erwartete jetzt die zahlreichen Besucher des Johann-Joachim-Quantz-Konzertes in der St.-Markuskirche in Scheden. Das Göttinger Symphonie-Orchester unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller, der Gemischte Chor Scheden unter Leitung von Antje Windel und Flötensolistin Bettina Bormuth machten das Konzert zu einer Veranstaltung der Extraklasse. Schon das Auftaktstück der Veranstaltung, Franz Joseph Haydns Symphonie Nr. 6 in D-Dur, ließ die Herzen der Musikliebhaber höher schlagen. Erst zaghaft, dann kräftiger, stimmten nach und nach immer mehr Instrumente in die Melodie ein und zelebrierten auf musikalische Art und Weise den Beginn eines neuen Morgens. Der zweite Satz des Stücks machte hingegen mit bedächtigeren Tönen das allmähliche Erwachen der Natur deutlich und wurde von einem reich verzierten Menuetto gefolgt, das in ein finales, stürmisches Allegro mündete.
Dramatisch
Anschließend präsentierte sich Johann Joachim Quantzs Konzert Nr. 187 in h-Moll zunächst schnell und dramatisch, dann mit Repetitionen wieder ganz zahm. Bei Lorenz Maierhofers "Fröhlich klingen uns're Lieder" verbreitete der Gemischte Chor Scheden schließlich mit einer einprägsamen, folkloristischen Melodie große Freude unter den Zuhörern. Auch bei Johann Rudolf Ahles "Lob der Musik" widmeten sich die Chormitglieder mit musikalischem Enthusiasmus der Unvergänglichkeit der Musik. Zuletzt brachte der Gemischte Chor Christoph Willibald Glucks Festlied aus der Oper "Armida" zu Gehör, konnte der Pracht des Festliedes jedoch stimmlich nicht gerecht werden.
Dunkle Klänge
Höhepunkt des Konzertes war hingegen Franz Joseph Haydns Symphonie Nr. 8 in G-Dur, die sich in vier Sätzen mit dunkler Grundstimmung dem hereinbrechenden Abend widmete und in dem fulminanten Finale "La Tempestá" eine gelungenen Sturm-Symbolik erzeugte. Genauso üppig wie das Finale fiel auch der Applaus des Publikums aus, das die Leitungen aller Mitwirkenden gebührend honorierte. (yvz)
|
|
 |
|
|
|
Erschienen in der HNA vom 04.04.2009
|
|
Quantz-Ausstellung öffnet Sonntag
|
|
Vom Sohn des Hufschmieds, der ein einflussreicher Künstler wurde
|
|

|
|
Scheden. Nach der Winterpause öffnet die Quantz-Ausstellung in der St.-Markus-Kirche Scheden am Sonntag, 5. April, wieder ihre Pforten. Bis Ende Oktober ist sie regelmäßig zur Besichtigung geöffnet, und zwar jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr.
|
|
Für die nunmehr sechste Saison wurden die Eintrittspreise gesenkt, um noch mehr Besucher in die Ausstellung zu locken. Der Eintritt beträgt für Erwachsene jetzt 1,50 Euro (ermäßigt ein Euro), bei Gruppen ab zehn Personen ein Euro pro Person. Kinder bis 14 Jahre in Begleitung von Erwachsenen sind frei, ebenso Kindergartengruppen und Schulklassen. Sonderöffnungszeiten gibt es für Gruppen ab zehn Personen auf Anfrage (Tel. 05546/688 oder 283). Die Dauerausstellung wurde 2004 am Geburtsort von Johann Joachim Quantz eingerichtet und gibt auf unterhaltsame und informative Weise einen Einblick in Leben und Werk dieser Musikerpersönlichkeit, die ab 1741 am Hof Friedrichs des Großen als dessen Flötenlehrer und Hofkomponist Karriere machte und dadurch zu Berühmtheit gelangte. Bilder, Karten, Dokumente, Musikbeispiele, Noten, Bücher sowie die dem Quantz'schen Original nachgebaute Flöte lassen den Weg vom Sohn eines Hufschmieds bis zum einflussreichen Künstler anschaulich nachvollziehen. In der Ausstellung sind auch die von Dr. Meike ten Brink verfasste Broschüre über Quantz (72 Seiten, zahlreiche, teils mehrfarbige Abbildungen) sowie drei CDs mit Aufzeichnungen der in Scheden vom Göttinger Symphonie Orchester aufgeführten Quantz-Konzerte von 2002 bis 2005 zu erwerben. Das nächste Konzert mit Musik von Quantz erklingt am 19. April ab 17 Uhr in der St.-Markus-Kirche. Die Ausstellungssaison endet am 25. Oktober mit einem Kammerkonzert. (nix)
|
|
 |
|
|
|
Erschienen im GöttingerTageblatt vom 17.06.2008
|
|
Kultivierte Flötenmusik am preußischen Hofe
|
|
Quantz-Konzerte Scheden: „Musical Delight"
|
|
Von Karl Friedrich Ulrichs
|
|
Scheden feierte am Wochenende erstmals einen Gemeindetag. Für den musikalischen Auftakt zeichnete die Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft verantwortlich, die dazu das Bremer Duo „Musical Delight", die Flötistin Dorothee Kunst und Susanne Peuker an der Theorbe, eingeladen hatte. Es präsentierte „Friedrich II. und seine Musiker": sechs Flötensoriaten vom Preußenkönig selbst und seinem in Scheden geborenen Flötenlehrer Quantz sowie Werke von Christoph Schaffrath, Carl Philipp Emanuel Bach und Franz Benda. Amüsante biographische Anekdoten und lehrreiche Informationen zu Traversflöte und Theorbe bereicherten das Programm. Besonders in der Quantz-Sonate B-Dur zeigte sich, dass die Flötistin ungeachtet allen virtuosen Anspruchs im Allegretto und im Vivace auf den im ersten Satz vorgeführten Wohlklang ihres Instruments bedacht war. Dessen samtener Ton konnte sich so aufs Schönste mit der Silbrigkeit der Theorbe vermählen. Galant sodann die Sonaten vom Bach-Sohn und Benda. Hier nutzten die beiden Musikerinnen etwa den Mittelsatz von Benda als Forum für überaus kultivierte, aber nicht superartifizielle Musizierkunst. Herrlich schließlich das Rondo aus Bachs Hamburger Sonate, geistreich in Phrasierung und Dynamik dargeboten. Das Publikum in der Schedener St.-Markus-Kirche, darunter die Gäste aus der französischen Partnergemeinde Garancieres, dankte mit lang anhaltendem Applaus.
|
|
|
 |
|
|
|

|

|

|
|
Fotos: Marianne Beuermann, Scheden
|
|
 |
|
|
|
Erschienen in der HNA vom 18.06.2008
|
|
Zwischen Rohrstock und Flötentönen
|
|
Quantz-Gesellschaft Scheden lud zum Kammerkonzert in die St. Markuskirche ein
|
|
Von Ilse-Ruth Uebner
|
|
SCHEDEN. Mit dem Rohrstock wollte Johann Joachim Quantz seinem Schüler Friedrich II. nicht die Flötentöne beibringen. Dafür war wohl eher der königliche Vater, Wilhelm I, zuständig. Der hatte allerdings weniger musikalische, eher militärische Ausbildungspläne für seinen Sohn im Sinn. Mit solchen Anekdoten würzte Susanne Peuker vom Ensemble Musical Delight das Kammerkonzert am Samstagnachmittag in der St. Markuskirche Scheden. HNA Szene, Kunst, Kultur °°°°°°°°°°°°°°°°° Die Quantz-Gesellschaft hatte diesmal zwei junge Musikerinnen aus Bremen eingeladen. Auf der Traversflöte ließ Dorothee Kunst Kompositionen von Friedrich dem Großen, Christoph Schaffrath, Franz Benda, Carl Philipp Emanuel Bach und natürlich von Johann Joachim Quantz erklingen. Susanne Peuker hatte zur Begleitung die Theorbe mitgebracht. Dieses Zupfinstrument gehört zu den Basslauten oder den so genannten Erzlauten und war in der barocken höfischen Musikszene sehr beliebt. Lebendig und ausdrucksstark boten die beiden einen musikalischen Dialog besonderer Güte. Der Name ihres Ensembles - Musical Delight: musikalisches Vergnügen - hatte nicht zuviel versprochen. Hinzu kamen die doch eher weniger bekannten Geschichtchen über Quantz, Friedrich und die anderen Musiker seiner Zeit. „Das Kammerkonzert ist unser Beitrag zum Gemeindefest", eröffnete Pastor Horst Metje die musikalische Veranstaltung der Quantz-Gesellschaft Scheden. Ein gelungener kultureller Höhepunkt, den die zahlreichen Gäste am Ende mit ihrem starken Applaus belohnten. Wer die musikalische Atmosphäre am Hofe Friedrichs des Großen auch noch visuell genießen wollte, nahm sich aus der Quantz-Ausstellung eine Kunstpostkarte von Adolf Menzels Schlosskonzert in Sanssouci mit nach Hause.
|
|
|
 |
|
|
 |
|