|
|
 |
|
|
|
Erschienen in der HNA vom 30.10.2007
|
|
Bericht über das J.J.Quantz-Konzert am 28.10.2007 in der St.Markus-Kirche Scheden Kammermusikabend unter dem Motto "Quantz - Musiker in Dresden und Berlin"
|
|
Ausführende:
|
Verena Fischer, Traversflöte
|
|
|
Leon Berben, Cembalo
|
|

|

|

|
|
|
Fotos:
|
Karin Metje
|
|
|
|
 |
|
|
|
Erschienen in der HNA vom 16.04.2007
|
|
Eine Liebe, die anhält
|
|
Siebtes Quantz-Konzert mit dem Göttinger Symphonie Orchester und dem Gemischten Chor Scheden
|
|
Von Andreas Th. Bernhard
|
|
Scheden. Verflixtes siebtes Jahr? Nicht bei den Quantz-Konzerten in Scheden. Hier hält die Liebe an. Und so konnte sich die Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft in diesem Jahr über ein ausverkauftes Haus freuen. Trotz des strahlenden Wetters waren die Bankreihen in der kleinen St. Markuskirche am Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein Grund zur Freude für den Vorsitzenden der Gesellschaft, Pastor Horst Metje. Er sagte, die Konzertreihe habe sich auch über die Region hinaus etabliert. Kartenanfragen kämen zum Teil sogar aus dem Ruhrgebiet und Berlin. Zu verdanken sei dies auch der guten Zusammenarbeit mit dem Göttinger Symphonieorchester, die auch unter dem neuen Chefdirigenten Christoph Mueller fortgesetzt werden solle. Dieser hatte im vergangenen Jahr in Scheden sein Debüt gegeben und war von der Atmosphäre in der Dorfkirche in Sichtweite zum Quantzschen Geburtshaus begeistert. "Ich finde es schön, mit dem Orchester so nah bei den Menschen sein", sagte der aus der Schweiz stammende Orchesterleiter, "zumal das Publikum hier sehr aufmerksam ist". Eine Liebe also, die auf Gegenseitigkeit beruht. Birte Simon war Soloflötistin Selbstverständlich hatte das Göttinger Vorzeigeensemble mit dem Konzert für Flöte und Orchester in D-Dur eines der Werke des großen Flötenmeisters Quantz in seinem Programm. Eine Gelegenheit für die junge Soloflötistin, Birte Simon, ihr Können zu zeigen. Ihr technisch anspruchsvolles, leichtes und lebendiges Spiel fügte sich perfekt in das von Christoph Mueller vorgegebene Konzept. Vor dem Hintergrund des hochkarätigen Konzerts ist der gelungene Auftritt des Gemischten Chors Scheden nicht hoch genug zu bewerten. Fast ein Jahr hatten sich die Lokalmatadoren auf das Ereignis vorbereitet. Nicht zuletzt deshalb, weil Chorleiterin Antje Windel entschlossen war, mit "Sehnsucht" von Wolfgang Amadeus Mozart, dem bekannten "Wir lieben sehr im Herzen" von Daniel Friderici und "Lob der Musik" von Johann Rudolf Ahle, drei zeitgenössische, aber nicht gerade einfach zu interpretierende Lied-Kompositionen auf die Bühne zu bringen. Weiterhin im Programm waren die Symphonie F-Dur des französischen Komponisten Francois-Joseph Gossec, die Friederich II. zugeschriebene, aber wohl im Wesentlichen von Johann Gottlieb Graun stammende, Symphonie Nr. 2 in G-Dur sowie zum Abschluss die "Pariser Symphonie" von Wolfgang Amadeus Mozart. 16.04.2007

|
|
 |
|
|
|
Erschienen in der HNA vom 25.04.2006
|
|
Im Stil des Alten Fritz
|
|
300 Besucher beim 6. Quantz-Konzert in Scheden
|
|
Von Ilse-Ruth Malkowski
|
|
Scheden. Als ob der Alte Fritz selbst den Dirigentenstab schwänge und seinem Flötenlehrer Quantz Paroli böte. Diesen Eindruck mag mancher Konzertbesucher am Sonntag in der Schedener St. Markuskirche gewonnen haben, als er Christoph Mueller, den neuen Dirigenten des Göttinger Symphonie Orchesters, mit der Symphonie für Streicher und Basso continuo von Friedrich II. erlebte. Mueller war mit den Göttinger Symphonikern das erste Mal seit seinem Amtsantritt bei der Schedener Quantz-Gesellschaft zu Gast. Mit einem anspruchsvollen Konzert trat er die würdige Nachfolge von Christian Simonis an. Darüber freute sich auch Pastor Horst Metje, der als Vorsitzender der Gesellschaft die Konzertgäste begrüßte und die Musiker vorstellte. Zum sechsten Mal findet diese Musikreihe nun schon statt. Rund um die Kirche verrieten die vielen geparkten Autos mit den unterschiedlichsten Kennzeichen, wie beliebt die Schedener Quantzkonzerte bereits geworden sind. 300 Besucher hatten sich eingefunden und erwarteten die Solisten Bettina Bormuth an der Flöte sowie Ömür Kazil am Fagott. Außerdem traten der Männergesangsverein von 1879 Oberscheden, der Kirchenchor Scheden unter Leitung von Harry Kühne sowie Christoph Mueller und seine Göttinger Symphoniker auf. Mit einem Quantz-Konzert für Flöte, Streicher und Bass ging es los. Es folgte eine Symphonie Friedrich II. und der gemeinsame Auftritt der Chöre aus Scheden. Nach der Pause verwöhnten die Symphoniker ihr Publikum noch einmal mit Mozarts Konzert für Fagott und Orchester sowie Haydns Symphonie d-moll. Fazit: Der Konzertbesuch in der St. Markuskirche hatte sich wieder einmal gelohnt. Pastor Metjes Hinweis auf ein zusätzliches Quantz-Konzert im September fiel da sicher auf fruchtbaren Boden. 24.04.2006
|
|
Zur Sache
|
|
Musica Solare
|
|
Im Rahmen des Kulturfestes im Göttinger Land findet in der St.Markuskirche in Scheden am Freitag, 29. September 2006, ab 19:30 Uhr das Konzert Musica Solare mit Werken von Quantz, Bach und Graun statt. Der musikalische Schwepunkt liegt auf Triosonaten, die zwischen 1650 und 1790 entstanden. Die Musiker werden auf Instrumenten spielen, die damals gebräuchlich waren. Eine Stunde vor Konzertbeginn hält Dr.Meike ten Brink einen Vortrag mit Musikbeispielen über Johann-Joachim Quantz. Als Mitveranstalter hat sich die Quantz-Gesellschaft engagiert. (ZIM)
|
|
 |
|
|
|
Erschienen in Das Regional-Journal für Südniedersachsen 1/2005 Internet: www.Regio.de
|
|
|
|
|
- Text: Kerstin Glage Foto: Quantz Ausstellung
|
|
|
Zwei Jahre dauerte die Planung und Vorarbeit, bis im Sommer letzten Jahres die Quantzausstellung in Scheden eröffnet werden konnte. Das europaweit bislang einmalige Projekt, das für Scheden und die gesamte Region Südniedersachsen, aber auch für die Musikwelt von großer Bedeutung ist, stellt das Leben des berühmten Musikers und Komponisten vor.
|
|
Dass der Sohn eines einfachen Handwerkers einmal ein erfolgreicher Musiker werden würde, hätte wohl niemand geahnt, als Johann Joachim Quantz 1697 geboren wurde.
|
Mit acht Jahren entdeckte Quantz seine Liebe zur Musik, als er seinen älteren Bruder, einen Dorfmusikanten, bei einem Fest musikalisch begleiten musste. Zwar konnte Quantz, der keine einzige Note kannte, dem Instrument kaum mehr als schräge Töne entlocken, doch stand eins seitdem fest: Er wollte Musiker werden. Nach dem Wunsch des Vaters sollte er Hufschmied werden. Als dieser früh verstarb, übernahm sein Onkel, der Stadtmusiker in Merseburg war, die Erziehung und Ausbildung des damals Elfjährigen, da er sein Talent erkannt hatte. Obwohl Quantz in allen Instrumenten unterrichtet wurde, war sein Hauptinstrument die Violine, in deren Spiel er sich eifrig übte. Bereits in dieser Zeit machte er erste Kompositionsversuche. Nachdem er die Lehre bei seinem Onkel beendet hatte, trat Quantz 1716 eine Stelle als Oboist bei Gottfried Heyne an, der Stadtmusiker in Dresden war. Bereits zwei Jahre später stieg er zum Oboisten in der Polnischen Kapelle Augusts II. auf. Sechs Jahre lang war Quantz in dieser Stellung in Warschau und Dresden tätig. In dieser Zeit nahm er Unterricht auf der Querflöte, weil er sich von diesem Instrument bessere Aufstiegschancen erhoffte. Auf zahlreichen Reisen lernt er die Konzerte und Opern großer Komponisten der damaligen Zeit kennen und vertiefte sein musikalisches Wissen. 1728 stieg Quantz zum Flötisten in der königlich sächsischen Kapelle auf und lernte Kronprinz Friedrich den Großen kenne, dem er Flötenunterricht erteilte. Kaum wurde der Kronprinz zum König ernannt, nahm er Quantz, von dessen musikalischem Können er begeistert war, in seine Dienste. Doch Quantz war nicht nur als Lehrer und Komponist tätig. 1739 begann er selber Flöten zu bauen, denen er eine zweite Klappe zufügte. Eine absolute Neuerung in der Welt der Musik, die es ermöglichen sollte, auch reine Terzen bilden zu können. In der folgenden Zeit widmete sich Quantz auch weiterhin der Musiktheorie und brachte 1752 seine Flötistenschule heraus, die den Titel „Versuch einer Anweisung die Flöte zu spielen" trug. Darin geht es neben der eigentlichen Flöten schule auch um ästhetische Fragen und verschiedene Musikstile. Noch heute ist das Quantz Werk für die internationale Musikwissenschaft von höchster Bedeutung .
|
|
|