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Impressum
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Photos vom Konzert in der St.Markus-Kirche Scheden
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HNA vom 28.Februar 2005
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Musik ist ein Herzensanliegen
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Von Tina Fibiger
Scheden. Den Werken von Johann Joachim Quantz hat sich Göttingens Generalmusikdirektor Christian Simonis in den vergangenen Jahren besonders gewidmet. So wie er für die Begegnung mit dem Komponisten an dessen Heimatort Scheden warb, wurde aus einem Kapitel musikalischer Heimatgeschichte auch eine Gastspieltradition von ganz besonderem Wert. Das diesjährige Konzert am Sonntag Nachmittag in der Schedener St. Markuskirche war auch deshalb ausverkauft, weil Simonis das Göttinger Symphonie Orchester (GSO) zum Saisonende verlässt. Aber noch viel bedeutsamer sind die Freude und Hingabe, die seine musikalische Erinnerungsarbeit auszeichnen. Und das wurde einmal mehr spürbar für das Publikum, das mit außergewöhnlichen Klangbildern und Motiven beschenkt wurde. Allein die 300 Flötenkonzerte, die der Hofkomponist Friedrichs des Großen hinterließ, bergen eine Fülle von Entdeckungen. Aber Simonis und das GSO forschen dabei auch gerne nach musikalischen und schöpferischen Querverbindungen, wenn sie sich den Werken des spätbarocken Meister widmen. Und so wollte sich bei diesem Gastspiel unter seiner Leitung keine Abschiedsstimmung einstellen. Momentaufnahmen verbinden sich mit Quantz und seinen Zeitgenossen. Dazu gehören melodische Kostbarkeiten, wie die Symphonie A-Dur Friedrichs des Großen. Simonis spricht von einer "Musik, die zu Herzen geht" und meint damt auch das Leitmotiv, dem sein Programm gewidmet ist. Wunderbar nuanciert klingen die Flötenkonzerte von Quantz mit den Solostimmen von Bettina Bormuth und Birte Simon. Ein feingesponnenes Netzwerk entwickelt sich zwischen den Orchestermusikern und den Solistinnen, die ihren Zuhörern lebhaft erfrischende Melodielinien in kristallklaren Klangfarben illustrieren. Die beschwingenden Elemente werden kontrastiert mit einem heiteren Intermezzo und den Madrigalen aus der Sammlung von Johann Jeep. Auch die Werke des in Dransfeld geborenen Komponisten gilt es ja in dieser Konzertreihe wieder zu entdecken. Der Gemischte Chor Scheden bildet mit dem Kirchenchor Scheden und dem MGV 1879 Oberscheden mit Simonis am Pult ein stimmstarkes Bündnis. "Musica, die ganz liebliche Kunst" wird in einem der drei Lieder besungen. Und das spürbar zur besonderen Freude des Göttinger Generalmusikdirektors, der als ehemaliger Wiener Sängerknabe mit diesem Credo besonders verbunden ist. Kontraste stiftet Mozarts Symphonie Nr.28, die zum Auftakt die Bläserstimmen betont. Der Komponist gönnte sich ein munteres Wechselspiel der Motive und Ideen zwischen den Instrumentengruppen und das GSO ein launiges symphonisches Unternehmen, das Simonis mit einer besonderen Note versah. Nur wenig erinnert im dritten Satz des Menuettos an das höfische Zeremoniell, weil damit eben mehr als ein glanzvolles Tanzritual verbunden ist. So kommentierte Göttingens Generalmusikdirektor die Abschiedsworte und Dankesreden mit einem heiter beschwingten Intermezzo. Musik ist und bleibt ein Herzensanliegen. Sie vermag immer wieder anders und neu berühren, und sie macht Freude.
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28.02.2005
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Göttinger Tageblatt vom 18.November.2004
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Quantz-Gesellschaft ist gewachsen
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150 Besucher sehen im ersten Jahr Ausstellung in der Schedener Markuskirche Scheden (bar). Die Johann-Joachim-Quantz-Gesellschaft Scheden ist mittlerweile auf 32 Mitglieder angewachsen. Diese Zahl nennt der Vorsitzende Horst Metje im aktuellen Vereinsrundbrief. Zu den sieben Gründungsmitgliedern seien 22 Personen und drei Firmen hinzugekommen. Mit dieser Mitgliederzahl habe der Verein eine gute Grundlage erreicht, die den laufenden Ausstellungsbetrieb und die weitere Vereinstätigkeit sicherstelle. Der Hauptzweck des Vereins war die Einrichtung einer Quantz-Ausstellung in der Schedener Markuskirche. Die Schau ist im Sommer dieses Jahres eröffnet worden. Bis zum Ende der ersten Ausstellungssaison am 31. Oktober haben laut Metje rund 150 Besucher die Ausstellung gesehen. Die Schau öffnet regulär wieder am Ostersonntag, 27. März. Sonderöffhungstermine für Gruppen ab zehn Personen können jedoch ganzjährig vereinbart werden. Dies ist über die zweite Vorsitzende Marianne Beuermann (Telefon 05546/688) oder das Gemeindebüro (05546/283) möglich. Der in Scheden geborene Quantz (1697-1773) war Flötenlehrer und Hofkomponist Friedrichs des Großen.In Scheden steht schon länger ein Denkmal. Eine Quantz-Gedenktafel ist im Sommer am Tag der Ausstellungseröffnung enthüllt worden. Sie ist an der
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Flöte als Markenzeichen: Das Quantz-Denkmal in Scheden.
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Mauer. des Grundstücks Kirchstraße l angebracht. Dort befand sich früher das Geburtshaus von Quantz, das aber bereits 1786 niederbrannte. Die Quantz-Gesellschaft, die sich im Herbst 2002 gegründet hat, ist mit einer eigene Seite im Internet vertreten (www.quantz.info) Über Metje (Telefon 05546/353) oder die Schatzmeisterm Heidrun Stichtenoth (Telefon 05546/552) sind weiterhin Broschüren zu Quantz und CDs mit Aufnahmen aus Quantz-Konzerten in Scheden erhältlich.
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HNA vom 17.November.2004
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Der Paukenschlag des Flötisten
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Johann Joachim Quantz - Musiker, Komponist, Autor und Berater des Königs Er war ein Tausendsassa. Als Flötenlehrer Friedrich des Großen erlangte Johann Joachim Quantz Ruhm. Doch die Genialität des in Scheden geborenen Musikers trieb noch weitere Blüten. Er verfasste ein Lehrbuch, das für nachfolgende Generationen, die das Spiel auf der Querflöte lernten, das Standardwerk schlechthin werden sollte. Er komponierte an die 300 Konzerte, außerdem zahlreiche Suiten, Sonaten und Kammermusik. Er kann als Multiinstrumentalist bezeichnet werden: Neben der Querflöte" beherrschte er alle gängigen Instrumente, darunter Violine, Oboe, Trompete, Posaune, Fagott, Gambe, Kontra-bass und Klavier. Johann Joachim Quantz wurde im Januar 1697 in der Dorfschmiede geboren. Er war fünf Jahre alt, als seine Mutter starb. Der Tod des Vaters, brachte die Wende im Leben des damals Elfjährigen. Mit dem Schicksalsschlag war die für ihn geplante Zukunft als Hufschmied beendet. Die Liebe zur Musik sollte von nun an für den jungen Schedener lebensbestimmend werden.
Multiinstrumentalist aus der Dorfschmiede
Sein Onkel, der Merseburger Stadtmusikus, übernahm jetzt Erziehung und Ausbildung des Jungen. Fünf Jahre ging der Neffe bei ihm in die Lehre. Bereits als 21-Jähriger hatte Quantz sein erstes Engagement. Am Dresdener Hof August des Starken verdingte er sich als Oboist in der Hofkapelle. In dem jungen Musiker erwachte langsam das Interesse an der Querflöte (Flute traversiere). Der renommierte Lehrer Buffardin unterrichtete das Talent. Reisen führten Quantz durch ganz Europa. Auf seinen Fahrten schloss er Bekanntschaft mit den großen Musikern seiner Zeit. Er traf in London auf Georg Friedrich Händel, war aber am stärksten von An-tonio Vivaldi beeindruckt. Diese Komponisten wie auch andere schrieben für Quantz, der sich nun vollständig der Querflöte widmete, Stücke. Sie wollten den Musiker mit Aufträgen halten. Doch der junge Mann verfolgte seine eigenen Ziele. Er kehrte zurück nach Dresden. Als der preußische Kronprinz Friedrich gemeinsam mit seinem Vater im Februar 1728 ein Konzert von Quantz verfolgt, möchte er das Flötenspiel erlernen. Sein Vater, der Soldatenkönig, bezeichnet diesen Wunsch als „weibisch", nennt seinen Sohn spöttisch „Querpfeifer und Poet". Als Friedrich II. nach dem Tod seines Vaters die Thronfolge antritt, wechselt Johann Joachim Quantz ans Potsdamer Schloss Sanssouci, wo er dem Monarchen zunächst als Flötenlehrer, später auch als einer seiner engsten Vertrauten beiseite steht.
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Johann Joachim Quantz (1697-1773) Foto: Sammlung Hartung
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Bald beginnt Quantz sich auch handwerklich auszuprobieren, er baut Flöten und verbessert das damals hölzerne Instrument mechanisch. Eine seiner Erfindungen ist die Pfropfschraube. In der Komposition zählt er zu den Urhebern des gemischten Stils, in dem sich italienische, französische und deutsche Elemente verbinden. Hier beeinflusste ihn vermutlich der Kontakt zu den Künstlern seiner Zeit. Allein für den König schrieb Quantz an die 200 Flötenkonzerte.
Sein Lehrbuch ist noch heute aktuell
In den Augen seiner Nachwelt gelang dem Musiker aber ein weitaus größerer Paukenschlag. Denn sein Buch aus dem Jahre 1752 „Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen" hat ganze Querflöten-Generationen geprägt. Noch heute wird das dicke Werk in seiner Bedeutung hoch geschätzt. In ihm erfährt der Schüler alles über die Technik, den richtigen Ansatz des Instruments, selbst Flötenverzierungen sind in ihm abgebildet. Quantz stirbt am 12. Juli 1773 in Potsdam. Der Alte Fritz gibt bei einem Künstler für seinen langjährigen Freund ein Grabdenkmal in Auftrag. In seinem Geburtsort Scheden ehren ihn die Menschen mit einer Bronzeskulptur. Jüngste Form der Ehrerbietung ist ein Museum in der St. Markuskirche, in dem eine Dauerausstellung über Leben und Werk Johann Joachim Quantz' berichtet. (ANT)
> Quelle: Gottfried Mehr, 950 Jahre Scheden
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HNA vom 6.Juni 2004
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Die Laudation in Auszügen „Flötenmeister von Kanzler Schröder"
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 Tafel enthüllt: Marianne Beuermann und Horst Metje von der Quantz-Gesellschaft,
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„Die Augen in Scheden leuchten heller, wenn Quantz-Musik gespielt wird", sagte Christian Simonis, Generalmusikdirektor des Göttinger Symphonie Orchesters, in seiner Laudatio für die neue Ausstellung über Johann Joachim Quantz. Der Musiker habe einen starken Charakter haben müssen. „Stellen Sie sich mal vor, heute der Flötenmeister von Kanzler Helmut Kohl oder Gerhard Schröder zu sein. Friedrich der Große war einer der mächtigsten Männer der damaligen Zeit und Quantz verkehrt mit ihm sehr oft." Dass diese Ausstellung zustande gekommen ist, sei vor allen Dingen auch den Bürger von Scheden zu danken, die ihren Komponisten immer geehrt haben. So gebe es eine Straße, die nach ihm benannt worden sei. „Ein Denkmal war zudem Anfang des 20. Jahrhundert einmal im Gespräch. Auch wenn es nicht realisiert wurde, es zeigt, dass sich sich hier immer Gedanken über Quantz gemacht wurden." (ZTH)
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HNA vom 7.Juni 2004
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Späte Ehre für berühmten Sohn Scheden hat am Wochenende eine große Quantz-Ausstellung eröffnet
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SCHEDEN. Ganz im Zeichen einer ihrer bekanntesten Söhne stand am Wochenende die Gemeinde Scheden. Für den Komponisten Johann Joachim Quantz wurde eine eigene Ausstellung mit einem Festakt offiziell für die Besucher freigegeben. Vor der Eröffnung in der St. Markuskirche in Scheden wurde an dem Grundstück, auf dem einmal das Geburtshaus des Komponisten stand, eine Gedenktafel enthüllt. „Bisher hing schon eine Holztafel an dem Haus in der Kirchstraße 1", sagte Horst Metje,. Vorsitzender der Quanz-Gesellschaft bei der Enthüllung. Dieser kleine historische Fehler solle mit der neuen Tafel beseitigt werden und gleichzeitig Quantz noch mehr ins Bewusstsein rufen. Jetzt hängt das Schild aus Edelstahl nicht an einer Seitenstraße, sondern für jedermann sichtbar, der auf der Hauptstraße in Scheden an der St- Markuskirche vorbeifährt. Die Ausstellung in der Kirche beherbergt auf etwas mehr als 50 Quadratmeter eine umfangreiche Sammlung über den Meister selbst: So gibt es eine Biografie, Bilder und Texte. Zudem können die Besucher einige von Quantz' Stücken hören.
In den Schautafeln wird auch auf Quantz' Beziehung zu Friedrich dem Großen eingegangen, dem er als Flötenlehrer häufig Unterricht gab. „Es ist genau 750 Tage her, als der Generalmusikmeister des Göttinger Symphonie Orchester Christian Simonis kam und die Ausstellung anregte. Seitdem ist viel gearbeitet worden", sagt Metje. Er und viele andere Redner wie Laudator Christian Simonis (siehe Kasten) lobten besonders die Arbeit von Andrea Rechenberg und Meike ten Brink. Sie hatten die neue Ausstellung erarbeitet. Fertig aber ist sie noch lange nicht. Die Sparkasse Hann. Münden schenkte der Sammlung gleich noch während des Festaktes ein weiteres Bild des Musikers. Ingrid Rüngeling, Bürgermeisterin von Scheden, hatte auch Geld im Gepäck. Als Vorstandsmitglied der Schedener Stiftung versprach sie 500 Euro, um eine weitere Vitrine zu finanzieren, „damit die vielen Sachen von Johann Joachim Quantz einen Platz finden". (ZTH)
â–º Die Ausstellung über Johann Joachim Quantz ist von April bis Oktober immer sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Für Gruppen können extra Führungen vereinbart werden. Der Eintritt liegt für ErÂwachsene bei 2,50 Euro, Schulen, Kindergärten sowie Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen haben freien Eintritt. Informationen unter 05546/688 oder 05546/283,
Hintergrund Konzert für den König Johann Joachim Quantz wurde am 30. Januar 1697 in Oberscheden geboren und starb am 12. Juli 1773 in Potsdam bei Berlin. Bekannt wurde er als Flötist und Komponist. Ab 1741 arbeitete der Musiker am Hof Friedrich des Großen, der sein Flötenschüler wurde. Quantz komponierte für den König konzertante und kammermusikalische Werke für die Querflöte. Zudem schrieb er 1752 das Lehrbuch „Versuch einer Anweisung, die Flöte traversiere zu spielen". In Scheden ist die Grundschule nach dem Komponisten benannt.
(ZTH) |
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HNA vom 14.März 2004
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Er schrieb für den Alten Fritz Scheden bereitet Ausstellung über den Musiker Johann Joachim Quantz vor
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SCHEDEN. Ein Dorf ehrt seinen berühmtesten Sohn: Johann Joachim Quantz (1697-1773), Musiker und Flötenlehrer Friedrichs des Großen.
Gemeinsam mit dem Museumsverbund Südniedersachsen stellt die Quantz-Gesellschaft derzeit eine Ausstellung zusammen, die voraussichtlich ab 5.Juni in der Schedener St.Markuskirche zu sehen sein wird.
Dokumente, Briefe, Bilder und Rechnungen des Querflötenspezialisten, der eine besondere Rolle am königlichen Hof hatte, werden hier gezeigt.
„Er hat viele Stücke für Friedrich geschrieben“, sagt die Vorsitzende des Museumsverbundes, Andrea Rechenberg.
„Und er war der einzige, der dem König Beifall spenden oder ihn kritisieren durfte.“
Wenn Friedrich etwas komponiert hatte, dann war Quantz derjenige, dem er sich anvertraute und mit dem er sich austauschte.
Mit Hilfe der zwei Autobiografien, die Quantz hinterlassen hat, gelang es, für die Ausstellung seinen Lebensweg nachzuzeichnen.
„Er ist sehr viel herumgereist und hat alle bedeutenden Musiker, Komponisten und Musiktheoretiker seiner Zeit aufgesucht“, sagt Andrea Rechenberg.
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Die Ausstellung richtet sich vor allem an diejenigen, die sich für Quantz, die Musik des 18. Jahrhunderts und den Mythos Friedrich der Große interessieren.
„Wir machen viele Abstecher und Umwege, um ein wenig Zeitkolorit herein zu bringen“, sagt die Vorsitzende des Museumsverbundes.
Spezialisten können Hörbeispiele mit Notenblättern vergleichen und eine nachgebaute Quantz-Flöte bewundern. Damals waren Querflöten noch nicht aus Metall, sondern aus Holz, und Quantz soll seine Flöten selbst „gebohrt“ haben.
Geboren wurde Quantz am 30. Januar 1697 als Sohn eines Schedener Schmiedes. An der Stelle, wo sein Geburtshaus stand, soll mit der Ausstellungseröffnung eine Gedenktafel angebracht werden. Bevor Friedrich ihn abwarb, war er schon am Hofe von König August dem Starken in Dresden für die Musik verantwortlich. Dass er in Fachkreisen auch heute noch einen Namen hat, dafür sorgte sein Buch „Versuch einer Anweisung, die Flöte traversière zu spielen“.
Gewidmet hat es Quantz seinem Schüler Friedrich. „Dieses ist die theoretische Grundlage für die Querflötenmusik des 18. Jahrhunderts“, weiß Andrea Rechenberg. „Daraus wird heute noch gelehrt, wenn es darum geht, Musik aus dem 18. Jahrhundert in ihrem Kontext zu verstehen oder aufzuführen.“
(ZRB)
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HNA vom 3.März 2004 MU-LO5
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Verschlungene Duette mit filigranem Klang Musikalische Erinnerungen an Johann Joachim Quantz in der Schedener St.Markuskirche
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Von Tina Fibiger SCHEDEN. Als besonderes Erlebnis beschrieb Göttingens Generalmusikdirektor Christian Simonis einmal die Gelegenheit, einem Komponisten an seinem Geburtsort musikalisch zu begegnen.
Dass Johann Joachim Quantz als Sohn eines Hufschmieds von Scheden aus seinen Weg als Flötenvirtuose und Hofkomponist machen sollte, war für den Chefdirigenten des Göttinger Symphonie Orchesters eben auch ein besonders faszinierendes Kapitel musikalischer Heimatgeschichte. Und so konnte sich am Montagabend mit dem jährlichen Quantz-Konzert in der Schedener St.Markuskirche eine kleine aber feine Gastspieltradition entfalten.
Sie galt diesmal erneut den kammermusikalischen Kompositionen des spätbarocken Meisters, der neben seinen 300 Flötenkonzerten auch eine Fülle an zart verspielten und heiteren Skizze für sein Lieblingsinstrument hinterlassen hat: Sonaten für Flöte und Basso continuo zum Beispiel. Oder auch musikalische Begegnungen, die Violine und Oboe d’amore als zweites Soloinstrument einfließen lassen.
Und so kam es zu einer ganzen Reihe klangschöner Zusammentreffen mit den GSO-Solisten Bettina Bormuth (Flöte), Yasuko Matsuyama (Violine), und Mathias Weiss (Oboe d’amore). Ernö Török am Violoncello und Anke Hauenschild am Cembalo untermalten diese mit sensiblen Begleitstimmen.
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Die melodisch verschlungenen Duette, wie sie an diesem Abend ihren filigranen Klang entfalteten, gehören vielleicht nicht gerade zu den herausragenden Werken von Quantz. Aber sie vertiefen den Blick auf seine musikalische Biografie, zu der dann sein Flötenlehrer Pierre Gabriel Buffardin mit einer Sonate für Violine, Flöte und Basso continuo zitiert wurde.
Und dass Quantz, der Duett-Partner Friedrichs des Großen, auch geistliche Lieder von Christian Fürchtegott Gellert vertonte, ergänzt das Portrait um eine weitere Nuance. Quantz fand, dass die Lieder nicht nach gewöhnlichen Kirchenmelodien gesungen werden können, um mit ihnen einige seiner wenigen Vokalwerke zu verfassen. Hier lassen sich einfühlsame Vertonungen entdecken sowie kleine Kostbarkeiten für einen vierstimmigen Chor. Mit den Solisten Barbara Schedel (Sopran), Barbara Werner (Alt), Friedrich von Mansberg (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass) kam auch ein wunderbar harmonisches Bündnis der Stimmen zur Wirkung.
Der musikalisch-biografische Blick auf den Komponisten und seine frühere Heimat zieht weitere Kreise – ganz im Sinne der Gastspieltradition, die vor vier Jahren ihren Anfang nahm. Und am 5. Juni ist es so weit: Im ersten Stock des Kirchengebäudes wird ein kleines Museum für Schedens berühmtesten Zeitgenossen eröffnet.
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Dieser Artikel ist am 3.März 2004 im Göttinger-Tageblatt erschienen
Johann-Joachim-Quantz-Konzert am 1.März 2004 in der St.Markuskirche in Scheden
Zu Herzen gehend Wenn das alljährliche Quantz-Konzert in Scheden ansteht, gibt es rings um die Markuskirche kaum noch Parkplätze. Die ganze Region war am Montag aufgebrochen, um Musik des Flötenmeisters Friedrichs des Großen und seines Lehrers Buffardin zu hören.
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Musik vor der Kanzel: Cellist Ernö Török, Cembalistin Anke Hauenschild (verdeckt) und Flötistin Bettina Bormuth spielen Quantz in der Schedener Markuskirche
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Foto: EL
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Bettina Bormuth, Soloflötistin des Göttinger Symphonie Orchesters, bezauberte die Hörer mit ihrem ausdrucksstarken, empfindsamen, tonschönen Spiel nachhaltig. Ihre Partner waren die GSO-Konzertmeisterin Yasuko Matsuyama, die stilsicher ihr Vibrato genau dosierte, und ihr Kollege Matthias Weiss mit dem zu Herzen gehenden Klang der Oboe d‘amore.Dass im Vergleich dazu die geistlichen Lieder nach Gellert gleichförmig klangen, hätten die Gesangssolisten Barbara Schedel, Barbara Werner, Friedrich von Mansberg und Konstantin Heintel vielleicht noch etwas besser auffangen können. Die zuverlässige Basis bildeten Ernö Török am Violoncello und Anke Hauenschild am Cembalo. Lang anhaltender, verdienter Beifall.
Am 5. Juni wird in der Schedener Markuskirche das Quantz-Museum eröffnet. Näheres: www.quantz.info
Michael Schäfer Scheden, 02.03.2004 22:25
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